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gut leben und arbeiten

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© 12.01.2019 brmu: A. Grothus (Buirer-für-Buir), mitglied der WSB-Kommission, präsentiert ideen

auch den denkfaulsten müsste es langsam dämmern angesichts ungewöhnlicher bis extremer wetterlagen, dass wir auf der erde in einem geschlossenem system leben und dem nicht entkommen werden. alles hängt mit allem zusammen.

und dass sich in diesem system Erde jegliche verunreinigungen, ob fest, flüssig oder gasförmig, ansammeln werden, sofern sie nicht durch pflanzliche oder tierische organismen abgebaut werden können. unser beispiel: pflanzen nutzen kohlendioxyd aus der sie umgebenden luft für eigene zwecke und machen ihn so unschädlich. wälder machen sehr viel davon unschädlich. sie sind bis heute die effizientesten kohlendioxyabsorbierer.

die braunkohle aus urzeiten als überbleibsel von riesigen wäldern ist so eine neutralisation von klimawirksamem kohlenstoff aus der atmosphäre, lange, bevor wir überhaupt von menschen sprechen können, die fehler hätten machen können.

die menschheit heute giert nach strom. er macht der das leben müheloser – noch.

denn seit jahrzenten wird das seit jahrmillionen angesammelte kohlendioxyd mittels braunkohlekraftwerken wieder in die luft zurückgeblasen mit dem nebenprodukt: strom. das rächt sich bitter. in einer kette von actio und reactio ergibt sich eine stete erderwärmung mit folgen, die schon seit den 70ger jahren des letzten jahrhunderts vom Club of Rome mahnend an die wand geschrieben wurde (Die Grenzen des Wachstums). der aktuelle bericht weist nicht minder brisant in die zukunft bis 2052.

doch das menetekel hat die politik nicht interessiert, denn man feiert gerne arbeitsplätze, auch wenn diese geeignet sind, den ast, auf dem wir alles sitzen und unsere nachkommen auch sitzen wollen, absägen. und damit sind wir beim Tagebau Hambach. die einen ziehen mit roten westen im auftrag ihrer firma durch die dörfer und grölen vor fenstern. die andern denken selber und machen vorschläge, unser aller problem eindämmen zu helfen.

das geschah am 12. Januar des jahres im EkoZet in Kerpen-Horrem. IMG 7604 3

hier das programm aus dem flyer Revierperspektiven Rheinland: Gutes Leben – Gute Arbeit:

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es wurde eine fülle von zahlen, fakten und ideen professionell präsentiert. die vorträge zum „Strukturwandelkonzept“ (A. Büttgen u. J. Schnütgen-Weber) und „ReinRevierWende“ (S. Tangermann/ Greenpeace Energy EC) sind einsehbar mit klick auf die titel.

es bleibt zu hoffen, dass vernunft die oberhand gewinnt, auch in der lokalen politik, und sich die revierproblematik braunkohle meistern lässt. wenn nicht, so baden die etwaige unfähigkeit unsere kinder und kindeskinder aus.

© 18.01.2019 brmu

 

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