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kante an kante

sitze am holden meer
auf der bohlenrampe
vom wetter geribbelt
mahnt sie meinen po
schlechter ist anders

wo: an der tagebaukante

ich erheb‘ mich
sie gibt sich die kante
strombesoffen torkeln
bagger am rand entlang

ich erheb‘ mich
räder kratzen wie
maulwurfschaufeln
im fluvialen kies

ich erheb‘ mich
und frage den wind
was er so mit sich trägt
an körniger wahrheit

wann dringt die ein in
die hirne der polköpp
zu enden das buddeln
wie einst im sandigen kasten

derweil im ganzen wald
deren dummheit schallt:
oh wie schön ist kohle! klar?

© 04.08.2019 brmu

 

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