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das goldene dachl

das Goldene Dachl (um 1500) ist das wahrzeichen Innsbrucks. ein spruchband mit unbekannten schriftzeichen ist bis heute nicht enträtselt. in der tiroler tageszeitung (tt) vom 10. Juni 2009 steht über das Goldene Dachl geschrieben: "Jetzt dürfen sich Kreative den Kopf zerbrechen."

in kooperation mit der stadt Innsbruck rief die "Wiener Schule für Dichtung" (sfd) im herbst 2009 eine mehrmonatige internetklasse unter der leitung von Felix Mitterer ins leben. auf der webseite der schule - www.sfd.at - war eine seite eingerichtet, auf der registrierte benutzer ihre übertragungen posten konnen. dieser kreative prozess der poetischen enträtselung hat ein buch hervorgebracht. (s. bild).

GoldenesDachl-b

unter dem pseudonym bermul sind 21 gedichte von mir verzeichnet, ein beispiel:

schlierentanz im widerglanz
reingedreht gleich ausgespien
das ist das gesetz:
liebend werden leiden sterben!

und das von Mitterer mit voller Punktzahl bewertete abschlussgedicht:

höret und redet nicht
kaleidoskop der worte die
liebe hat schweigen in sich
das ganze glück

quelle: f. mitterer, chr. i. hintze (), l. morscher (hg.),
das goldene dachl und seine rätselhafte inschrift,
Haymon verlag 2012, seite 125

eingestellt am 16.10.2012 brmu, aktualisiert am 6.1.2015

 

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