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Kölsch im kopp III

ach, kölsche stang‘, isch han disch jän
ahl bier hät do nix zo kamelle
un pilz, dat han isch an de föß
dat muss isch hier doch nit verzelle

ein Kölsch: der nervenkrampf sich löst
und simmelierend du bald döst

drei Kölsch: wie deine zung‘ wird locker!
deine sprüche hau‘n vom hocker

fünf Kölsch sind nun schon eine menge,
fühlst bereits die blasenenge

sieben stang‘ sind reichlich und genug
zum aufsteh‘n fehlt dir schon der mut

das achte Kölsch kommt nun on top,
dat krij‘ ich nidde in de kopp

das neunte hatte keinen deckel,
drum steht das zehnte auf dem zettel

elf Kölsch: die sollen einen warnen,
sonst geht’s dir zum erbarmen

und wenn das Kölsch dann nicht mal echt
nicht obergärig, hell und blank
kein vollbier in der stange schlank
dann wird dir in der kneipe schlecht

und zuhause tönst du froh:
„zwöllef kölsch gesoff’n – aber so!
un‘ mit Alt nich‘ ma‘ verwechselt!“
so wird suff auf schön gedrechselt

doch die liebe deiner lebenstage,
die kennt schon lange deine sage
vom raderdollen bubenstück -
schleppt ins bett dich - was ein glück!

© 02.03.2019 brmu

 

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