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lyrik: ideale literaturgattung

der Kölner Stadt-Anzeiger hat im jahre 2018 der lyrik eine bresche geschlagen mit der serie „Mein Kanon“. redaktionsmitglieder waren gebeten, ihre lieblingsgedichte zu erläutern. Anne Burgmer zog nun bilanz. daraus ein paar bemerkenswerte auszüge:

In unserer schnelllebigen Zeit, in der unserer Aufmerksamkeitsspanne angeblich kürzer ist als die eines Goldfischs, sind Gedichte eigentlich die perfekte Literaturgattung. … Manche kulturelle Bildungslücke lässt sich nur mit sehr viel Zeit schleißen. Gedichte machen es uns da leichter. … Gedichte sind zwar kleine Diven, die unserer Aufmerksamkeit einfordern, aber sie zwingen uns nicht zu einer stundenlangen Beschäftigung mit ihnen. Sie laden dazu ein. … Worte sind mächtig, ihre Verwendung beeinflusst unser Denken. Doch wir gehen im Alltag oft sehr lieb- und gedankenlos mit Sprache um. Auch da können Gedichte helfen, den Blick zu schärfen. … wer sich auf die Gattung [Lyrik] einlässt, hat einen wahren Schatz gefunden.“

was soll man da noch hinzufügen?

das ist keine scherz
jedes wort weckt,
jeder satz hackt,
jede strophe trackt
dein hirn und herz

© 31.12.2018 brmu
1zitate aus: Kölner Stadt-Anzeiger vom 31.12.2018, Kultur Seite 21, Anne Burgmer, „Manchmal Stiefkind, manchmal Diva“; mit erlaubnis der journalistin vom 10.1.2019 zitiert

 

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Sonntag, 25. August 2019

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