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metaduft der zwiebel

Grundsätzlich ist bei literarischen Texten von einer Vieldeutigkeit, einer grundsätzlich polysemen Struktur auszugehen. Hierüber entwickelt sich im Sinne von Frage und Antwort der produktive und im besten Falle dynamische Diskurs – und zwar zwischen Text und Leser.

In der scheinbaren Abwesenheit kohärenter Sinnkonstitution erzeugt ein Text, ob Lyrik, Prosa oder Drama, seinen eigenen Metatext, der sozusagen hinzugelesen wird und in literaturtheoretischen und –historischen, in ästhetischen und literaturpraktischen Debatten sehr schnell den Fokus der Auseinandersetzung bildet, hinter dem der gestaltete >eigentliche< Text verschwindet.

© 04.09.2018 brmu
gelesen in: Michael Lentz, Textleben – Über Literatur …, S.Fischer 2011, s. 25/26

 

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