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Uwe Timm meint ...

Nicht erlernbar ist die sprachliche Potenz, die jemand mitbringen muss, nicht die Radikalität und nicht die Verstörung, die Anlass für das Schreiben sind und nicht das, was man Phantasie nennt.

Ein Lob aber der Werkstattarbeit, den Verbesserungen und Änderungen. Zu dieser Arbeit gehört auch das Gespräch mit Kollegen, Kritikern, Lektoren und Lesern. (135)

 

Nicht erlernbar wie Fakten zu Wissen, wohl war. Aber das Lernen geschieht durch die lebenslange Sozialisation zum Individuum in der Menge der Menschen, inklusive eines gehörigen Musenkusses. Was der bewirkt, soll genial sein. Also: Haltet eure Wangen hin. Ach, und noch eins: Es gibt natürlich auch einen Musa für die Wangen der weiblichen Schreibenden.

© 26.03.2020 brmu
Quelle: Uwe Timm, Montaignes Turm – Essays, Kiepenheuer&Witsch 2015, (Seitenangabe)

 

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