litbiss.de

überhäufte gedanken

Man überhäuft im Nachhinein so vieles mit Gedanken, die einem nicht kamen, als die Digne sich ereigneten. (77)

Eines Tages wird hier kein Haus mehr stehen und keine Strand mehr sein. Früher sei das Meer viel tiefer gelegen, behaupten die Leute. Es steigt unmerklich, von Stunde zu Stunde, solange, bis es das gesamte Land verschlingt. Es wird alles überleben und unsere Zeit als bloßes Zwischenspiel erscheinen lassen. Die Flut wird alles überschwemmen, die Klippen, das Hochland, die ganze Insel. (140/141)

das sind angesichts der klimaveränderungen dystopische gedanken, aber im vorhinein.

© 26.07.20198 brmu
aus: Karl-Heinz Ott: Und jeden Morgen das Meer, Hanser 2019

 

Kommentare

Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!
Gäste
Sonntag, 25. August 2019

Sicherheitscode (Captcha)