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Wenn er schrieb ...

Wenn er schrieb, fühlte er etwas Auszeichnendes, Exklusives in sich; wie eine Insel voll wunderbarer Sonnen und Farben hob sich etwas in ihm aus dem Meere grauer Empfindungen heraus, das ihn Tag um Tag kalt und gleichgültig umdrängte.

Der junge Törleß schreibt im Internat mittels Briefen gegen sein Heimweh an,
viele Schriftsteller*innen tun das heute noch gegen ihr Seinsweh in der Welt.

© 30.06.2020 brmu
Quelle: Robert Musil: Die Verwirrungen des Zöglings Törleß, rororo TB 2009, Seite 9

 

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